TRIX & ROBERT HAUSSMANN
KURZBIOGRAFIE
Trix Haussmann-Högl (* 1933) entstammt einer Architektendynastie. Der Urgrossvater Johann Joachim Brenner und der Grossvater Albert Brenner waren bekannte Architekten in Frauenfeld. Auch die Tante mütterlicherseits, Gertrud Brenner, war ETH-Architektin. Trix studierte ab Mitte der 1950er-Jahre Architektur an der ETH Zürich bei Werner Max Moser und Bernhard Hoesli. Erste Praxiserfahrung sammelte sie im Atelier von Rudolf Olgiati. Für Auslandsaufenthalte unterbrach sie ihr Studium und schloss schliesslich 1963 bei Jacques Schader und 1967 das Nachdiplomstudium am Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung der ETH Zürich ab.
Robert Haussmann (* 1931; † 2021) studierte in den 1950er-Jahren in der Innenausbauklasse an der Kunstgewerbeschule Zürich bei Johannes Itten, Willy Guhl und Wilhelm Kienzle. Danach studierte er an der Kunstnijverheidschool in Amsterdam bei Gerrit Rietveld und dem Bauhäusler Johan Niegemann. Durch die privaten Vorlesungen beim Architekturtheoretiker und -historiker Siegfried Giedion fand er Zugang zu dessen Freundeskreis, wo er unter anderem Hans Arp kennenlernte und weitere Kontakte zu bedeutenden Persönlichkeiten knüpfte. 1958 gründeten Teo Jakob und Peter Haussmann mit Hans Eichenberger, Kurt Thut und Robert Haussmann die Gruppe «Swiss Design» zum Zweck, ihre Entwürfe international bekannt zu machen. Ebenfalls 1958 gestaltete Robert die Kronenhallebar.
Die Wege von Trix und Robert Haussmann kreuzten sich erstmals anlässlich einer Besprechung des Planungsteams der Expo 64, an der beide mit eigenen Projekten involviert waren. Daraus entstand eine private und berufliche Gemeinschaft: Die Heirat und seit 1966 ein gemeinsames Büro Trix & Robert Haussmann, später die «Allgemeine Entwurfsanstalt Zürich» genannt.
Von Beginn an stellten sie sich denselben gestalterischen Fragen und reflektierten gemeinsam die Dogmen der Moderne und die Ideen des Schweizer Werkbundes. Daraus entwickelten sie ihren «Manierismo Critico», der den Widerspruch, Ironie, Trompe-l’œil Optiken und Zufall in ihre Entwürfe einbezog und sich wie ein roter Faden durch ihr gesamtes Schaffen zieht. Von den frühen «Chairs Fun» Stühlen über Möbel für Hersteller wie Walter Knoll, Teo Jakob, De Sede, die Röthlisberger Kollektion und Wogg bis hin zu innovativen Umbauten von Geschäften und Bars reicht ihr vielseitiges Werk. Dazu gehören die Galleria oder das Schuhhaus Goerz in Hamburg; in Zürich kennt man vielleicht die Läden für Weinberg und das Pelzparadies, den S-Bahnhof Museumstrasse mit den neu geschaffenen Untergeschossen oder die Da Capo Bar.
Ihr vielfältiges Wirken reflektiert eine interdisziplinäre Vision, mit der sie bereits in den 1960er-Jahren Entwicklungen der 1980er-Jahre vorwegnahmen. Immer wieder arbeiteten sie mit Humor, Tiefgründigkeit, Neugier und einem Augenzwinkern. Spielerisch transformierten sie unterschiedliche Bildsprachen in die Jetztzeit und hatten dabei keine Furcht vor der Arbeit mit Referenzen. Deswegen überrascht es nicht, dass sie 2013 mit dem «Grand Prix Design Schweiz» für ihr Lebenswerk wohlverdient geehrt wurden.
TRIX UND ROBERT HAUSSMANN BEDANKEN SICH GANZ HERZLICH
Unser aufrichtiger Dank gilt allen Mitarbeiter:innen, Wegbegleiter:innen, Produzent:innen und Freund:innen, die mit ihrem Engagement, ihrer Kreativität und ihrem Einsatz zum Gelingen unseres Werks beigetragen haben.
Über Jahrzehnte hinweg haben zahlreiche Mitarbeiter.innen unser Büro begleitet und mitgeprägt. Einige wirkten nur während kurzer Zeit als Praktikant:innen mit, andere übernahmen während vieler Jahre verantwortungsvolle Aufgaben. Jede und jeder Einzelne hat zum Gelingen unserer Projekte beigetragen, und aus mancher Zusammenarbeit sind dauerhafte Freundschaften entstanden. Die Menschen, mit denen wir arbeiten durften, teilten unsere Begeisterung für Design, Architektur, Kunst und die gestalterischen Aufgaben sowie die Überzeugung, dass ein gutes Werk nur im gemeinsamen Austausch und Vertrauen entstehen kann. Das Zusammenwirken von den unterschiedlichen Persönlichkeiten, Fähigkeiten und Ideen hat unsere Arbeit bereichert und uns immer wieder neu inspiriert. Ganz herzlichen Dank für den wertvollen gemeinsamen Weg und die bereichernde Zusammenarbeit.
Die nachfolgende Namensliste der Mitarbeiter:innen unseres Büros erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten wir jemanden versehentlich nicht erwähnt haben, bitten wir dies zu entschuldigen. Für entsprechende Hinweise per E-Mail sind wir jederzeit dankbar.
Aebi Christoph
Albrecht Matthias
Aslaksen Katherine
Auer Christian
Bandi Christian
Bartal Imre
Baumann Christoph
Baumgartner Gabi
Baumgartner Margrit
Benz Beat
Birchmeier Urs
Bissegger Benno
Bögli Mathias
Brand Antonia
Brechbühl Stefan
Bruggisser Markus
Buser Matthias
Cisar Hana
Cito Gianni
Dinkel Armand
D'Orio Antonia
Eichenberger Roland
Elmer Karin
Eppenberger Willi
Flöss Arthur
Foiera Yvonne
Galati Luigi
Galletta Luciano
Ganser Christoph
Geiger Rita
Gessaga Jérôme
Giersch Simone
Guerrero Rosalia
Guhl Martina
Haegele Rainer
Handschin Robert
Haussmann Florian
Haynosh Naomi
Herzog Franziska
Hindermann Christof
Hofer StefanHöller Regina
Hsu Martin
Huber Felix
Hug Hans Ruedi
Hünerwadel Marc
Hürlimann Hans Jakob
Kälin Hans Peter
Kelterborn Lukas
Kelterborn Maya
Kolb Jane
Küng Moritz
Kupferschmid Ueli
Lardelli Andrea
Lengen Reinhard
Lorenz Dominique
Lützelschwab Jürg
Mangold Thomas
Margaroli Guido
Martinella Thierry
Mathys Helga
Mazak Eva
Meier André
Meili Markus
Merz Peter
Meyer Peter
Moser Regina
Müller Line
Niggli Iris
Peter Heinz
Pescatore Gianni
Platakis lias
Putincanin Ivana
Putrino Christine
Rassinger Hans
Rey Charlotte
Rohrer Andreas
Romero Franz
Ruggle Jorg
Ruppert Christian
Schaefer Martin
Schiess Fritz
Sollberger Martin
Somm Tino
Sommer Daniel
Spörri Jürg
Steiger Martin
Stein Bettina
Steinbrecher Eric
Stengele Volker
Stiner Peter
Thut Manuela
Thut Susanne
Ulrich Denise
Vicari Claudio
Vifian Samuel
Voser Ignaz
Walz Manuela
Weber Benno
Wetzel Markus
Wiederkehr Max
Wirtensohn Gabi
Zanoni Jean Pierre
Zeller Christa
Zimmermann Carin
Zwicky Stefan
und allen weiteren
Wegbegleiter:innen...
