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KRONENHALLE BAR

Innenarchitektur
Robert Haussmann
Entwurfsjahr
1965

«Sans pareil» – ohnegleichen – so wünschte sich Gustav Zumsteg 1965 die Kronenhalle Bar. Inspiriert von Adolf Loos’ American Bar in Wien aus dem Jahr 1908 schuf Robert Haussmann daraufhin ein unvergleichliches Meisterwerk. Ein mit Mahagoni verkleideter Raum, Sitzpolster aus grünem Saffianleder sowie Leuchtskulpturen, die Alberto und Diego Giacometti gemeinsam mit Robert Haussmann eigens für die Bar entwarfen, verleihen ihr einen unverwechselbaren Charakter. In exklusiver Atmosphäre trafen sich seit den 1960er-Jahren die Schönen und Reichen, die Enfants terribles der Pariser Modebranche und alles, was Rang und Namen hatte. Bis heute gilt die Kronenhalle Bar als legendärer Treffpunkt und Kultstätte – nicht zuletzt, weil die wohl schönste Bar der Schweiz mit Werken von Picasso, Miró, Chagall und Braque wie ein Privatmuseum strahlt.

KRONENHALLE BAR

Die Kronenhalle Bar entstand Mitte der 1960er-Jahre aus dem Anspruch Gustav Zumstegs, einen Ort von aussergewöhnlicher gestalterischer und kultureller Qualität zu schaffen. Robert Haussmann entwarf daraufhin ein Meisterwerk der Innenarchitektur, inspiriert von Adolf Loos’ American Bar in Wien aus dem Jahr 1908. Durch die sorgfältig abgestimmte Materialität erhält der Raum skulpturale Tiefe und Atmosphäre; zugleich spiegelt sie Haussmanns Anspruch an vollendete Handwerkskunst wider. Mit Smaragdgrünem Saffianleder, edler Mahagoniverkleidung, kaskadenartig fallenden Seidenvorhängen sowie grün gefärbtem Wollstoff an den Wänden schuf er einen Ort von zeitloser Eleganz und diskretem Luxus.  Seine Leidenschaft für meisterhafte Handwerkskunst manifestiert sich in jedem Detail seines Entwurfs. Es ist, als befände man sich mitten auf dem Meer auf einer in Holz verkleideten Luxusyacht oder in einem englischen Gentlemen’s Club des letzten Jahrhunderts  – geprägt von anregenden Gesprächen und einer Atmosphäre wohltuender Entschleunigung.

 

Das eigentliche Herzstück der Kronenhalle Bar ist die Kunst – mit Originalwerken von Picasso, Miró, Chagall und Braque, für die Haussmann eine regelrechte Bühne entwarf, auf der Innenarchitektur und Kunst auf Augenhöhe stehen. Für das aussergewöhnliche Lichtkonzept zog er die Brüder Alberto und Diego Giacometti hinzu, die mehrfach aus Paris anreisten, um gemeinsam mit ihm die gestalterische Vision vor Ort auszuarbeiten, wobei Trix Haussmann bei einigen dieser Treffen ebenfalls anwesend war. Dadurch entstanden ikonische Leuchtskulpturen aus Metall mit Alabasterkugeln sowie spezielle Metallkappen für Möbelbeine – gestalterische Feinheiten, die die Bar zu einem integrativen Gesamtkunstwerk vollenden.

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Neben Haussmann prägte auch Gustav Zumsteg – weit mehr als nur Auftraggeber – das kulturelle und gesellschaftliche Profil der Kronenhalle Bar. Als Chefdesigner des Seidenhauses Abraham & Co., Hauslieferant der Pariser Haute Couture, und als Kulturmäzen bewegte er sich zwischen Kunst, Mode und Diplomatie. Dank seiner engen Beziehungen zu Couturiers wie Yves Saint Laurent, Pierre Cardin und Hubert de Givenchy wurde die Bar zu einem Treffpunkt und Schmelztiegel von Stil, Extravaganz und Intellekt. Sie entwickelte sich zu einem Ort der Kunst und von diskreter Exklusivität, an dem sich Künstler, Architekten, Literaten, Ärztinnen und Ärzte ebenso trafen wie Politiker und Wirtschaftsgrössen. Wer Rang und Namen hatte – oder dazugehören wollte – kam vor dem Opernbesuch oder nach einer Kunsthaus Vernissage hierher.

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Noch heute strahlt die Kronenhalle Bar jenen Geist und jene Magie dieser Ära aus, die sie einst berühmt machte. Der Glanz vergangener Jahrzehnte wirkt nicht museal, sondern lebendig und gegenwärtig. Vielmehr ist sie ein Kulturort, dessen Ausstrahlung der meisterhaften Gestaltung Robert Haussmanns zu verdanken ist. Die Kronenhalle Bar verbindet Geschichte, kulturellen Austausch und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise zu einem Ganzen – und bewahrt dabei ihre zeitlose Strahlkraft.

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www.kronenhalle.com

KONTAKT

Trix und Robert Haussmann

ARCHITEKTUR - DESIGN - KUNST

Mittelstrasse 47

8008 ZÜRICH

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